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Die EHEC Geschichte – was bisher geschah

Posted on | Juni 7, 2011 | No Comments

EHEC, eine gefährliche und hochansteckende Variante des in der Darmflora vorkommenden Bakteriums E.coli, ist erst seit 1977 bekannt und tritt weltweit auf. Dabei kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Seit 1998 in Deutschland die Meldepflicht für EHEC eingeführt wurde, sind die Fallzahlen kontinuierlich angestiegen. Betroffen waren dabei vor allem die Flächenbundesländer wie Niedersachsen und Bayern. Bei den Erkrankten handelte es sich meist um Kinder und es kam nur zu einer geringen Zahl von Todesfällen.

Anfang Mai 2011 traten die ersten Infektionen in Hamburg und Schleswig-Holstein auf. Zunächst wurden nur Einzelfälle bekannt, bis Ende Mai stieg die Zahl der Neuinfektionen aber auf bis zu 43 pro Tag. Inzwischen sind alle Bundesländer betroffen; allerdings haben sich fast alle Erkrankten zuvor in Norddeutschland aufgehalten. Bislang sind 1526 Menschen erkrankt, davon 627 an dem lebensbedrohlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Mitte Mai wurde der erste Todesfall gemeldet, inzwischen sind 22 Todesopfer zu verzeichnen. Besonders auffällig war von Anfang an, dass im Gegensatz zu früheren Ausbrüchen hauptsächlich erwachsene Frauen erkrankt sind und eine ungewöhnlich hohe Zahl von schweren Verläufen zu verzeichnen ist.

Aufgrund eines Vergleichs der Essgewohnheiten der Erkrankten konzentrierte sich die Suche nach der Infektionsquelle auf rohes Gemüse, besonders auf Tomaten, Gurken und Blattsalate. Nachdem auf aus Spanien stammenden Gurken EHEC-Bakterien nachgewiesen wurden, gerieten zunächst diese in Verdacht. HUS-Spezialisten der Universität Münster stellten jedoch am 26. Mai fest, dass es sich dabei um einen anderen Erregerstamm handelt. Am 2. Juni gelang Wissenschaftlern des Genominstituts in Peking erstmals den aktuell in Deutschland auftretenden Erreger zu sequenzieren. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um ein bislang unbekanntes Bakterium handelt, das Eigenschaften verschiedener krankheitsverursachender Kolibakterien in sich vereint und deshalb besonders virulent ist.

Seit 4. Juni konzentrieren sich die Untersuchungen auf Gemüsesprossen aus einem Betrieb in der Nähe von Uelzen. Bislang sind aber auch dort noch keine Keimfunde bestätigt worden. Die Behörden warnen deshalb weiterhin vor dem Verzehr von rohen Gurken, Tomaten, Blattsalat und Sprossen.

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