EHEC Infektion, HUS, Diagnose und Entwicklung des ehec Bakteriums ehec.de

Informationen über EHEC und HUS Infektion, Diagnose, Symptome und Schutzmaßnahmen

EHEC Symptome und EHEC Krankheitsverlauf

Posted on | Juni 29, 2011 | No Comments

Eine gefährliche Erkrankung, mit dem sogenannten EHEC Erreger ist nicht zu unterschätzen. Der EHEC, auch Enterohämorrhagische Escherichia coli genannt, ist entscheidend für den Verdauungstrakt. Escherichia coli Bakterien zersetzen die Nahrung, um die einzelnen Bausteine der Nahrung dem Körper zuzuführen. Die Infektion verläuft ohne Beschwerden, so dass Sie weder Schmerzen noch Anzeichen einer Erkrankung erkennen können. Erst nach der Inkubationszeit spüren Sie die ersten Krankheitssymptome, wenn sich der Erreger bereits in Ihrem Körper befindet. Damit Sie die Ansteckungsgefahr hemmen können, sollten Sie besonders auf die Hygiene achten.

Die EHEC Krankheitsverlauf Symptome werden des Öfteren mit einer Magen- Darm-Grippe verwechselt, so dass es zu einer Fehldiagnose kommen kann und Sie bereits unter Brechdurchfall leiden. Weitere EHEC Krankheitsverlauf Symptome sind die Begleitung durch Fieber, sowie auch Bauchkrämpfe.
Eine EHEC – Infektion ist weitaus gefährlicher als die normale Magen-Darm-Grippe und sobald Sie sich angesteckt haben, beträgt die Inkubationszeit, also bis die ersten EHEC Krankheitsverlauf Symptome auftreten, etwa 1 bis 3 Tage. Nach ungefähr 2 bis 5 Tagen kann es zu einem wässrigen Durchfall kommen, der begleitend durch die EHEC Krankheitsverlauf Symptome mit Erbrechen, hohem Fieber und Mattigkeit auftreten.

Sobald Sie diese EHEC Krankheitsverlauf Symptome erkennen, ist zwingend anzuraten, den Arzt zu konsultieren, der mit Ihnen die weiteren Schritte der Behandlung bespricht und Sie, wenn es von Nöten ist, in ein nahegelegenes Krankenhaus überweist.
Im Weiteren können EHEC Krankheitsverlauf Symptome zu Blutungen an den Organen führen. Im Wesentlichen ist die Niere davon betroffen. Bei einem schweren Fall der EHEC Krankheitsverlauf Symptome kann es zu einem hämolytisch-urämischen Syndrom, einem HUS kommen. Diese schwere Erkrankung hat zur Folge, dass der enterohämoorrhagischen Escherichia coli kurz EHEC Darmkeim genannt, ein Nierenversagen auslöst. Eine weitere Folgeerscheinung ist eine Blutarmut, welche den Zerfall der roten Blutkörperchen zur Folge hat.

Sobald Sie einer dieser EHEC Krankheitsverlauf Symptome, wie zum Beispiel blutigen Stuhl, erkennen, der nicht immer in dieser Form auftreten kann, aber begleitend mit Brechdurchfall und hohem Fieber ist, sollten Sie sofort den Arzt konsultieren, um eine Erkrankung mit dem hartnäckigen Coli Erreger ausschließen zu können. Bei Kindern, älteren Menschen oder Allergikern, bei denen eine medikamentöse Immunschwäche vorangeht, muss besonders Acht gegeben werden.

Share

Aktuelles zum EHEC Erreger

Posted on | Juni 22, 2011 | No Comments

Seit einiger Zeit hält die Mikrobe namens EHEC Forscher, Mediziner und Verbraucher gleichermaßen in Schach. Innerhalb weniger Tage verbreitete sich der EHEC Erreger rasant durch die ganze Bundesrepublik und infizierte auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Dänemark oder den USA, Menschen.

Nach dem zunächst Gurken, Tomaten und Kopfsalate als Überträger des EHEC Virus verdächtigt wurden, wurden mittlerweile Sprossen als Überträger identifiziert. Wie diese Sprossen allerdings mit dem Erreger in Kontakt kamen, ist bis dato noch nicht eindeutig geklärt. Die Warnung, dass Sie auf den Verzehr von Tomaten, Gurken und Salat verzichten sollen, wurde allerdings bis auf weiteres aufgehoben, sodass Sie wieder bedenkenlos auf diese Zutaten zurückgreifen können.

Kürzlich wurden auch in einem Fluss die Erreger des EHEC Virus nachgewiesen. Daher sollten Sie zunächst davon absehen, in fließenden Gewässern zu schwimmen oder gar das Wasser daraus zu trinken. Durch die EHEC Symptome Verlauf sind vor allem Kinder, Senioren und geschwächte Menschen gefährdet, an EHEC zu erkranken. Doch auch, wenn sie vollkommen fit und gesund sind, können Sie an EHEC erkranken, sodass Sie die Warnungen der Forscher und Mediziner, die in den Medien publiziert werden, ernst nehmen und nicht leichtsinnig handeln sollten.

EHEC ist vor allem durch den EHEC Symptome Verlauf gefährlich, der bislang deutschlandweit 36 Todesopfer gefordert hat. Doch, wenn Sie sich mit dem EHEC Virus infiziert haben, müssen Sie nicht zwangsläufig auch den typischen EHEC Symptome Verlauf bemerken, da die Infektion auch vollkommen ohne den EHEC Symptome Verlauf über die Bühne gehen kann. Haben Sie dieses Glück allerdings nicht und bemerken den EHEC Symptome Verlauf, sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Der EHEC Symptome Verlauf beginnt in der Regel nach einer Inkubationszeit von drei bis vier Tagen mit Brech-Durchfall und erinnert zunächst an eine Magen-Darm-Grippe. Doch der Erreger zerstört die Zellen der Darmwand und der Blutzellen. Dies wirkt sich im EHEC Symptome Verlauf vor allem auf Gehirn und Nieren aus, sodass es zu neurologischen Schäden, aber auch zu Nierenversagen kommen kann. Den Meldungen der Behörden zufolge geht die Zahl der mit EHEC Infizierten allerdings zurück, wodurch für Sie auch das Ansteckungsrisiko sinkt.

Share

Die EHEC Symptome und der EHEC Krankheitsverlauf

Posted on | Juni 8, 2011 | No Comments

Die Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) ist hochansteckend. Bereits die Aufnahme von weniger als 100 Bakterien genügt, um sich zu infizieren, so dass EHEC Symptome auftreten. Die Infektion kann bei einigen Menschen völlig unbemerkt bleiben und gänzlich symptomlos verlaufen. Es werden aber bis zu drei Wochen lang Erreger ausgeschieden, so dass auch in diesem Fall ein großes Ansteckungsrisiko besteht.

Wenn es zum Ausbruch der Krankheit kommt, tritt bis zu acht Tagen nach dem Kontakt mit dem EHEC-Bakterium als erstes EHEC Symptom zunächst Übelkeit auf, die von Erbrechen und wässrigem Durchfall gefolgt wird. Gelegentlich kommen noch leichtes Fieber und Bauchschmerzen hinzu. In der Mehrheit der Fälle setzt an diesem Punkt bereits die Genesung ein. Bei etwa einem Fünftel der Erkrankten kommt es aber zu einem schweren Verlauf. Dabei treten krampfartige Schmerzen im Bauchbereich auf und mit dem permanenten flüssigen Stuhlgang geht zunehmend auch Blut ab.

Bei jedem Zehnten bis Zwanzigsten entwickelt sich daraus etwa eine Woche nach dem Auftreten der ersten EHEC Symptome ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Die Ursache dafür ist ein starkes Gift, das die EHEC-Bakterien im Darm abgeben. Dieses greift die Blutgefäße in der Darmwand an, so dass starke Blutungen auftreten. Gleichzeitig vermindert es die Zahl der Blutplättchen, was Blutgerinnungsstörungen bewirkt. Da das Gift in die Blutbahn übergeht, werden dadurch auch die roten Blutkörperchen zerstört, so dass es zu einer starken Blutarmut kommen kann. Zusätzlich wird der Organismus durch den starken Flüssigkeitsmangel belastet. Nach ein bis zwei Tagen kann das zentrale Nervensystem ebenfalls angegriffen werden. Dies äußert sich in neurologischen Ausfällen wie beispielsweise Sprachstörungen, Verwirrtheit und epileptischen Anfällen. Aufgrund der verminderten Durchblutung kann es zu schweren Nierenfunktionsstörungen bis hin zum kompletten Nierenversagen kommen. Ohne sofortige Dialyse führt das zu einem Versagen weiterer Organe und schließlich zum Tod.

Auch bei einer überstandenen EHEC-Infektion bleiben als Symptome häufig Gesundheitsschäden zurück, insbesondere Nierenfunktionsstörungen und Bluthochdruck. Außerdem werden die Erreger noch bis zu vier Wochen nach Abklingen der Symptome ausgeschieden.

Share

Die 10 größten EHEC-Mythen

Posted on | Juni 7, 2011 | 3 Comments

1. Die Ansteckung von EHEC verläuft durch virale Übertragung

Eine Erkältungskrankheit fängt man sich durch Viren ein, hingegen es sich bei EHEC um ein Darmbakterium handelt. Erkältungsviren werden durch Tröpfcheninfektionen wie Niesen übertragen, hingegen das Bakterium mündlich aufgenommen wird.

2. EHEC-Keime können durch Einfrieren abgetötet werden

Die Bakterien sind kälteresistent und sterben daher nicht ab. Nur zehnminütiges Erhitzen der Nahrungsmittel auf mindestens 70 Grad führt zur Abtötung. Auch die Magensäure zersetzt den Keim nicht.

3. Nur Frauen werden vom Erreger befallen

Es gibt sowohl Frauen- als auch Männererkrankungen, allerdings überwiegen die Frauenerkrankungen. Dies hat mehrere Ursachen, z.B. dass Frauen mehr mit rohen Lebensmitteln zu tun haben oder aber genetisch anfälliger sind.

4. Antibiotika helfen bei der Heilung von EHEC

Antibiotika töten die Bakterien, allerdings bilden diese bei der Zersetzung im Körper mehr Giftstoffe welche zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen können z.B. Nierenversagen usw.

5. Als Vorbeugungsmaßnahme hilft nur Händewaschen mit Desinfektionsmitteln

Normalwerweise reicht Händewaschen mit warmen Wasser und Seife. Desinfektionmittel sind angebracht, wenn Personen mit Kot in Berührung gekommen sind. Ansonsten einfach auf umfassende Hygiene am Körper und beim Kochen achten.

6. Der EHEC Keim befindet sich ausschließlich auf rohem Gemüse

In der jetzigen EHEC-Welle scheinen rohes Gemüse, Obst und Salat die Hauptquellen zu sein. Allerdings wurde auch Rohmilch und -fleisch als Quelle erkannt. Enger Kontakt mit Tieren oder infizierten Menschen sind für eine Ansteckung u.a. möglich.

7. Bioprodukte werden durch biologische Düngemittel wie tierische Gülle infiziert

Diese Behauptung ist noch nicht eindeutig bewiesen. Laut den Bauern verwenden sie Gülle nur zur Düngung von Getreide und Mais vor der Aussaat.

8. Gemüse aus Norddeutschland soll die Übertragungsquelle darstellen

Die Region steht tatsächlich im Verdacht, ob das Gemüse wirklich dort angebaut wurde oder importiert ist, ist nicht ersichtlich.

9. HUS führt zur lebenslangen Schädigung

Nieren-, Lungenschäden, der Zerfall der Blutbestandteile usw. schädigen den Körper. Allerdings erholen sich die meisten Überlebenden wieder von den Folgen.

10. Es wurde ein Heilmittel gegen HUS erfunden

Es wurden zwar schon Antikörper aus EHEC-Erregern hergestellt, doch wie erfolgreich das Medikament ist steht noch nicht fest. Es wurde bislang nur bei schwersten Kinderfällen angewendet.

Share

Die EHEC Geschichte – was bisher geschah

Posted on | Juni 7, 2011 | No Comments

EHEC, eine gefährliche und hochansteckende Variante des in der Darmflora vorkommenden Bakteriums E.coli, ist erst seit 1977 bekannt und tritt weltweit auf. Dabei kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Seit 1998 in Deutschland die Meldepflicht für EHEC eingeführt wurde, sind die Fallzahlen kontinuierlich angestiegen. Betroffen waren dabei vor allem die Flächenbundesländer wie Niedersachsen und Bayern. Bei den Erkrankten handelte es sich meist um Kinder und es kam nur zu einer geringen Zahl von Todesfällen.

Anfang Mai 2011 traten die ersten Infektionen in Hamburg und Schleswig-Holstein auf. Zunächst wurden nur Einzelfälle bekannt, bis Ende Mai stieg die Zahl der Neuinfektionen aber auf bis zu 43 pro Tag. Inzwischen sind alle Bundesländer betroffen; allerdings haben sich fast alle Erkrankten zuvor in Norddeutschland aufgehalten. Bislang sind 1526 Menschen erkrankt, davon 627 an dem lebensbedrohlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Mitte Mai wurde der erste Todesfall gemeldet, inzwischen sind 22 Todesopfer zu verzeichnen. Besonders auffällig war von Anfang an, dass im Gegensatz zu früheren Ausbrüchen hauptsächlich erwachsene Frauen erkrankt sind und eine ungewöhnlich hohe Zahl von schweren Verläufen zu verzeichnen ist.

Aufgrund eines Vergleichs der Essgewohnheiten der Erkrankten konzentrierte sich die Suche nach der Infektionsquelle auf rohes Gemüse, besonders auf Tomaten, Gurken und Blattsalate. Nachdem auf aus Spanien stammenden Gurken EHEC-Bakterien nachgewiesen wurden, gerieten zunächst diese in Verdacht. HUS-Spezialisten der Universität Münster stellten jedoch am 26. Mai fest, dass es sich dabei um einen anderen Erregerstamm handelt. Am 2. Juni gelang Wissenschaftlern des Genominstituts in Peking erstmals den aktuell in Deutschland auftretenden Erreger zu sequenzieren. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um ein bislang unbekanntes Bakterium handelt, das Eigenschaften verschiedener krankheitsverursachender Kolibakterien in sich vereint und deshalb besonders virulent ist.

Seit 4. Juni konzentrieren sich die Untersuchungen auf Gemüsesprossen aus einem Betrieb in der Nähe von Uelzen. Bislang sind aber auch dort noch keine Keimfunde bestätigt worden. Die Behörden warnen deshalb weiterhin vor dem Verzehr von rohen Gurken, Tomaten, Blattsalat und Sprossen.

Share

So schützen Sie sich gegen EHEC

Posted on | Juni 7, 2011 | 3 Comments

EHEC ist ein Darmbakterium, welches beim Menschen einen lebensbedrohlichen Zustand hervorrufen kann, daher ist es um so wichtiger zu wissen, was man als Mensch tun kann um sich so gut wie möglich dagegen zu schützen.

Die Hygiene ist ein wichtiger Aspekt, welcher als erste Schutzmaßnahme eingehalten werden sollte. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist dabei ein dringliches Muss. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln und Handseifen ist dabei klar von Vorteil. Es gibt auch spezielle Handreinigungsmittel, welche die Bakterien abtöten. Nach Toilettengängen und Kontakt mit anderen Menschen sowie Fahrten in Bus und Bahn ist die Verwendung dieser Mittel nützlich. Besonders beim Kochen ist die Handhygiene sehr wichtig.

Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Salate und Sprossen sollten zehn Minuten bei mindestens 70 Grad gegart werden, um sicherzugehen, dass die Bakterien unschädlich gemacht werden. Aber nicht nur bei Obst und Gemüse, sondern auch bei Rohmilchprodukten, Fleisch und sonstigen Tierprodukten ist höchste Vorsicht geboten. Gründliches Säubern wird daher bei allen Produkten empfohlen.

Lebensmittel, die leicht verderben müssen immer im Kühlschrank aufbewart werden. Um vorbeugende Maßnahmen zu treffen ist es in Erwägung zu ziehen bei der Zubereitung von Obst, Gemüse, Fleisch und sonstiges die Messer und Schneidbrätter zu wechseln. Außerdem müssen die verwendeten Kochutensilien gründlich mit heißem Wasser abgespült werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte am besten vorrübergehend auf den Verzehr von rohem Gemüse und Obst verzichten. Haben Sie derzeit Salat, Tomaten etc. zu Hause und möchten dieses nicht entsorgen, dann empfehlen sich Gerichte, bei welchen die Lebensmittel gekocht werden z.B. Kopfsalatcreme, Tomatenkompott und Schmorgurken.

Ein gründliches Händewaschen empfiehlt sich auch bei direktem und indirekten Kontakt mit lebenden Tieren, beispielsweise Tierpark- und Zoobesuche. Auf direkten Körperkontakt mit den Tieren sollte vorrübergehend verzichtet werden. Sollte ein Mitglied der Familie erkrankt sein, sollten alle Gegenstände, mit welchen der Betroffene zu tun hatte desinfiziert werden. Kleidungsstücke sowie Bettwäsche, die von Durchfall und Erbrochenem in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollten bei hohen Temperaturen gewaschen sowie desinfiziert werden.

Bei ersten Symptomen oder allgemeiner Unsicherheit erkrankt zu sein, ist die Konsultation seines Arztes aufschlussreich, denn bei frühzeitiger Erkennung kann der Krankheitsverlauf besser behandelt werden.
Beachten Sie diese Ratschläge, kann Ihre Gesundheit geschützt werden.

Share

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu EHEC

Posted on | Juni 5, 2011 | 5 Comments

1. Wie gefährlich ist der Erreger?
EHEC heißt Enterohämorrhagische Escherichia coli und stellt ein Darmbakterium dar, welches sich rasant und aggressiv ausbreitet. Nach dem Robert-Koch-Institut gibt es zurzeit 1526 Erkrankte in Deutschland, wobei 21 Menschen an den Folgen der Krankheit erlagen. Eine Infektion ist hochansteckend. Besonders Frauen, Schwangere, Kinder sowie Ältere und Kranke sind risikogefährdet. Bei Frauen verläuft die Krankheit deutlich zügiger als bei Männern. Die Ursache dafür ist noch unbekannt. Bei infizierten Schwangeren steigt das Frühgeburtsrisiko sowie die Fehlbildungsrate. Es wird davon ausgegangen, dass Frauen öfter als Männer für das Kochen verantwortlich sind und daher mit den Erregern an Lebensmitteln in Kontakt kommen.

2. Welche Symptome hat EHEC?
Symptome sind wässriger Durchfall der sich im weiteren Krankheitsverlauf zu blutigem Stuhlgang mit schmerzhaften Bauchkrämpfen fortführt. Begleiterscheinungen sind Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Die Darmwände entzünden und verdicken sich. Der Erreger ist sehr gefährlich, da er zu Nierenversagen, Lähmungen und Krämpfen führt, welche lebensbedrohlich sein können. Der Virus wurde gehäuft an Gemüse wie Gurken gefunden.

3. Wie kann ich mich davor schützen?
Um sich zu schützen, sollte man mehrfach die Hände waschen, Obst und Gemüse gut reinigen (wenn möglich abkochen), keine rohen Tierprodukte zu sich nehmen sowie auf frisches Gemüse vorrübergehend verzichten. Von bereits erkrankten Menschen sollte eine strenge Isolation stattfinden.

4. Woher kommt der Erreger?
Anfangs ist man davon ausgegangen, dass Gurken und Tomaten aus Spanien und den Niederlanden mit dem Bakterium behaftet sind. Nach neuestem Stand haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich zwei tödliche Keime vereint haben. Einer von diesen stammt wahrscheinlich aus Afrika. Biogasanlagen und Sprossen aus Niedersachsen stehen nach dem Fokus in Verdacht, die Herkunft des Keims darzustellen.

5. Wie wird die Krankheit übertragen?
Die Krankheit wird durch Rohmilch, rohes Fleisch, Obst und Gemüse (durch Berührung oder Aufnahme)  sowie von Mensch zu Mensch übertragen.

6. Wie wird die Infektion behandelt?
Die Behandlung erfolgt derzeit durch Linderung der Symptome. In schweren Fällen wird mittels einer Blutwäsche versucht den Erreger aus dem Körper zu filtern. Eine Behandlung durch Medikamente wie Antibiotika ist derzeit nicht möglich, da die Tötung der Bakterien Gifte frei setzt, welche den Krankheitsverlauf deutlich verschlimmern.


Share

Schutz vor dem EHEC – Bakterium

Posted on | Mai 24, 2011 | 1 Comment

Was ist  EHEC ? Ein Virus? Ein Bakterium?

Tatsächlich ist EHEC ein Bakterium. Dies ist aber selbst in den öffentlichen Medien vielen nicht bekannt und es wird häufig von einem Virus gesprochen. Auch wir sprechen hier vorerst fälschlich von einem Virus, da die Informationssuche aktuell nach Virus erfolgt und wir auch diese Personen erreichen wollen. Derzeit ist noch wenig über den infektiösen EHEC-Erreger bekannt. Fest steht: er verursacht Darmerkrankungen, die zu blutigem Durchfall führen. EHEC steht für “Enterohämorrhagische Escherichia coli”. Dabei handelt es sich um die eigentlich harmlosen E. coli Bakterien, wie sie in jedem Darmtrakt vorkommen. Die neue Gruppe der E. coli Bakterien ist sehr gefährlich, da sieShiga- und Verotoxine produzieren. *Das sind starke Zellgifte, die beim Menschen schwere Erkrankungen hervorrufen können. Es kann zu teilweise blutigem Durchfall und dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) kommen, das zu Nierenversagen führen kann. Die Keime leben vor allem im Darm von Wiederkäuern und treten in Deutschland immer wieder auf. Das RKI hat seit 2001 bundesweit jährlich zwischen 800 und 1200 Erkrankungen registriert – oft mit leichterem Verlauf.

Wie schütze ich mich gegen das EHEC Bakterium? Zunächst nochmals: es handelt sich nicht um einen Virus.

Eine Übertragung erfolgt also nicht wie bei einem Virus durch. Experten raten, frisches Obst und Gemüse gründlich abzuwaschen. Verfolgen Sie die Nachrichten und auch diese Website und halten Sie sich auf diese Weise auf dem Laufenden. Derzeit ist nicht restlos geklärt, wie es zu den Ansteckungen mit EHEC gekommen ist, wir werden Sie informieren, sobald wir mehr wissen.

Meldepflicht bei EHEC-Erkrankungen

Ärzte in Laboren haben jeden Nachweis eines jeden EHEC-Stammes bei der jeweiligen Behörde (meist ist es das Gesundheitsamt) sofort zu melden. EHEC-Infektionen müssen gemäß § 6 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) gemeldet werden, wenn entweder

  1. ein HUS vorliegt,
  2. zwei oder mehr Personen erkrankt sind
  3. ein Erkrankter im Lebensmittel- oder Gaststättengewerbe tätig ist.
Share
  • EHEC Informationen

    Auf diesen Seiten finden Sie alles über den gefährlichen Erreger "Enterohämorrhagische Escherichia coli". Die durch Bakterien übertragene Krankheit ist in Deutschland ausgebrochen und es ist unklar, ob eine Seuche ausbricht, oder man sich dagegen schützen kann. Wir halten Sie auf dem laufenden!
  • Schützen Sie sich gegen EHEC

  • Kategorien

  • Share
  • Translate

    EnglishFrenchGermanItalianPortugueseRussianSpanish
  • Letzte Kommentare